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Cochabamba


Mit über 900.000 Einwohnern ist Cochabamba die drittgrößte Stadt in Bolivien. Wie andere Großstädte in dieser Region, begegnen sich in Cochabamba sehr verschiedene Lebensstile. Einerseits reihen sich im modernen Zentrum Restaurants, Bars, teure Geschäfte und Internetcafes aneinander. Hochhäuser und Bürogebäude geben der Innenstadt den Flair einer Metropole, der den beeindruckten Besucher vergessen lässt, dass in derselben Stadt das durchschnittliche Monatseinkommen bei 67 US-Dollar liegt. Andererseits findet jeder, der sich vom Zentrum aus auf die Vorstädte zu bewegt, mit größerer Entfernung immer größere Armut. Ein Mangel an modernen Technologien, asphaltierten Straßen, Elektrizität und sanitären Anlagen kennzeichnet die Randgebiete Cochabambas, in denen der Großteil der Bevölkerung in halb fertig gestellten Ziegelbauten haust, und macht ihren Kontrast zur Innenstadt aus.

Das Wort “Cochbamba” stammt aus der Sprache Quechua, khocha’ und ‘pampa’, was so viel bedeutet wie Sumpfebene. Der fruchtbare Boden dieser Ebene, die mittlerweile kein Sumpf mehr ist, liefert eine Fülle an Getreide, Obst und Gemüse, weshalb Cochabamba auch oft das landwirtschaftliche Herz Boliviens genannt wird. „Stadt des ewigen Frühlings“ ist ein weiterer Name, den Cochabamba dank ihres milden, fast ‚mediterranen’ Klimas mit Stolz trägt. Abgesehen vom besten Wetter und den besten landwirtschaftlichen Erzeugnissen spricht man von dieser Gegend auch als der inoffiziellen kulinarischen Hauptstadt. Des Weiteren ist Cochabamba Heimat der „Cancha“, des wahrscheinlich größten open-air Marktes in Südamerika, sowie des „Cristo de la Concordia“, einer riesigen Christus-Statue, die auf einem Hügel über die Stadt wacht und für Sportliche auf über 1000 Stufen zu erreichen ist. Wem das nicht genug ist, der nutzt die Stadt im Herzen Boliviens als zentralen Ausgangspunkt, um das Land zu erkunden. Der 5000er Berg „Tunari“, um nur ein Beispiel zu nennen, ist in einer halbstünden Busfahrt zu erreichen. Der tropische Regenwald „Chapare“ liegt in entgegen gesetzter Richtung nur drei Stunden entfernt.