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Performing Life


Hintergrund:
Performing Life wurde 2005 mit dem Ziel gegründet, das Leben von Kindern, die auf der Straße arbeiten oder leben, mittels Kunst zu verbessern. Jonglieren ist eine sehr beliebte Beschäftigung in der Organisation. Außerdem stellen Kinder Kunsthandwerk her, welches gewinnbringend im Ausland verkauft wird. Der Gewinn wird in Projekte von Kleinstunternehmen investiert, die von Kindern und ihren Eltern betrieben werden.

Der Einsatz von Performing Life hat bereits mehr als 150 Kindern in Not geholfen. Jede Klasse hat im Durchschnitt 20 Schüler, die sich zwei bis drei Stunden pro Tag treffen. Die Organisation versorgt die Kinder mit einem Mittagessen und hilft ihnen auch, sich in einer Schule anzumelden. Im Laufe des Älterwerdens übernehmen die Kinder immer größere Aufgaben innerhalb der Organisation und einige von ihnen machen so große Fortschritte, dass sie schließlich selbst unterrichten.

Performing Life wird von der globalen Nichtregierungsorganisation Hope for the Children finanziell unterstützt.

Ziele:
Das Hauptziel von Performing Life ist die Stärkung Jugendlicher durch bildende und darstellende Kunst. Die Organisation hofft, dass gefährdete Jugendliche, die nützliche Fähigkeiten erwerben wie Jonglieren, Poi-Tanz und die Herstellung von Kunsthandwerk, nicht in Drogenkonsum und Kriminalität abrutschen. Performing Life bemüht sich, ein Zuhause und Bildungsmöglichkeiten für Straßenkinder zu finden. Außerdem ermöglicht die Gründung von Kleinstunternehmen den Familien ein nachhaltiges Einkommen und verhindert, dass ihre Kinder auf der Straße arbeiten müssen. Zudem wird durch das Einrichten von Sparkonten erklärt, wie man Geld investiert.

Wem hilft Performing Life?
Die Organisation arbeitet mit Kindern aus benachteiligten und sozial ausgegrenzten Familien mit geringem Einkommen. Die Kinder leben und/oder arbeiten auf der Straße unter ausbeuterischen Umständen. Die meisten dieser Kinder sind Waisen, die ihr Leben mit kleineren Verbrechen und dem Schnüffeln von Klebstoff verbracht haben. Die Kinder, die eine Familie haben, leben in den Vororten der Stadt und sind gezwungen unter schrecklichen Bedingungen zu arbeiten, um zur Verbesserung der wirtschaftlichen Situation der Familie beizutragen.

Arbeitsbedingungen:
Die Zentrale von Performing Life liegt im Stadtzentrum von Cochabamba. Die Freiwilligen verbringen viel Zeit im Freien und leiten Workshops unter freiem Himmel.

Die Projekte von Performing Life:

Jonglier-Workshop:
Ziel der Workshops ist es, die Techniken des Jonglierens zu verbessern, denn größere Fertigkeiten bedeuten mehr Geld und weniger Zeit, die auf der Straße verbracht wird. Performing Life plant, in Zukunft durch Jonglier-Vorführungen Spenden zu sammeln.

Herstellung von Armbändern:
Ziel des Workshops ist es, Fertigkeiten zur Schmuckherstellung zu entwickeln und neue Techniken zu lehren. Die Armbänder werden nach Nordamerika verschickt, und der erzielte Gewinn wird in Sparbüchern für die Kinder angelegt. Der Workshop bringt den Kindern auch die Grundlagen der Geschäftsführung bei, da sie in alle Schritte eingebunden werden. Dieses Jahr wurden mehr als 800 Armbänder im Wert von 5000 US-Dollar ins Ausland verschickt.

Investitionsprojekt:
Mit dem in den Sparkonten angelegten Geld gibt das Investitionsprojekt den Familien von Straßenkindern die Möglichkeit, Kleinstunternehmen zu gründen. Das Investitionsprojekt hilft den Familien, sich selbst versorgen zu können, wodurch letztendlich die Kinder zu Hause und der Straße fern bleiben. In der Vergangenheit umfassten solche Projekte die Bereiche Gartenbau, Bau und Viehzucht.

Anforderungen an Freiwillige und Praktikanten:

  • Fortgeschrittene Spanischkenntnisse
  • Interesse an der Arbeit mit Straßenkindern
  • vorzugsweise künstlerische Fertigkeiten
  • Kenntnisse in Pädagogik, Psychologie, Soziologie, Recht, Medizin oder Betriebswirtschaft (erwünscht aber nicht erforderlich)
  • Flexibilität, Motivation, Toleranz und Enthusiasmus
  • Verpflichtung für einen Einsatz von mindestens einem Monat