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Testimonial: Michael Brossman

Bevor ich mich dazu entschloss, mich als Volunteer bei Sustainable Bolivia zu bewerben, habe ich sehr viel Zeit damit verbracht, im Internet nach einer passenden NGO zu suchen. Für mich war dabei insbesondere wichtig, dass die eigentliche Arbeit in einem lokalen, also von Einheimischen geleiteten Projekt stattfindet und dass die Organisationsstrukturen seriös und transparent aufgebaut sind. Da beides auf Sustainable Bolivia zuzutreffen schien, entschied ich mich dafür, hier als Volunteer tätig zu sein.

Im Nachhinein betrachtet, war dies die beste Entscheidung, die ich hätte treffen können. Nicht nur in Bezug die beiden genannten Punkte, sondern auch was die Betreuung vor Ort und die Unterbringung angeht, wurden meine Erwartungen mehr als erfüllt. Ich war zwei Monate bei Energética tätig, einer bolivianischen NGO, die sich insbesondere für die Ausweitung von alternativen Energiequellen in strukturschwachen ländlichen Gebieten einsetzt. Dort wurde ich nicht nur sehr freundlich aufgenommen und integriert, sondern konnte mich an verschiedenen Stellen auch sinnvoll einbringen.

Zudem erhielt ich die Möglichkeit, an zwei Exkursionen in ländliche Gebiete teilzunehmen, bei denen Solaranlagen installiert und gewartet wurden. Gerade diese Exkursionen werde ich nie vergessen, da ich dort wirklich das Gefühl hatte, aus der ‚akademischen Käseglocke’ herauszukommen und in einem sinnvollen Projekt direkt helfen zu können. Neben der Arbeit als Volunteer nahm ich dreimal pro Woche Quechua- und Spanischunterricht. Gerade den Quechuaunterricht kann ich nur jedem empfehlen, der an ein Interesse an der prähispanischen Andenkultur hat, da man dort nicht nur Grundkenntnisse in der Sprache erwirbt, sondern auch viel über Gebräuche und Alltagskultur der Quechua lernt. Auch wenn zwei Monate nicht ausreichen, um Quechua sicher zu beherrschen, habe ich das Gefühl, in dieser Zeit sehr viel gelernt zu haben. Was die Freizeitgestaltung in Cochabamba und Bolivien im Allgemeinen angeht, gibt es so viel zu erleben, dass auch nach zwei Monaten kein bisschen Langeweile aufkam.

Die Gemeinschaft unter den Volunteers und in meinem Fall auch mit den übrigen bolivianischen Mitarbeitern von Energética ist wirklich bemerkenswert und es vergingen keine drei Tage, in denen man sich nicht zum Essen, Tanzen, Fußball oder Feiern verabredet hätte. Zudem bietet Sustainable Bolivia immer wieder gemeinsame kulturelle oder soziale Aktivitäten an, die sehr dazu beigetragen haben, dass ich meine Zeit in Cochabamba bis zum letzten Moment genossen habe. An den Wochenenden habe ich oft kleinere Reisen mit anderen Volunteers unternommen und dabei sehr viel von Boliviens unglaublicher Vielfalt erleben können. Durch Cochabambas zentrale Lage innerhalb des Landes sind viele Ziele erreichbar, außerdem findet sich immer eine kleine Gruppe, sodass man nie gezwungen ist, alleine zu reisen, wenn man diesbezügliche Bedenken hat.

Zudem hat Sustainable Bolivia eine Sammlung wertvoller Reiseberichte mit Tipps und Tricks zusammengestellt, welche einem helfen auch abseits der Touristenrouten zu reisen. Alles in allem blicke ich auf eine wundervolle Zeit bei und mit Sustainable Bolivia zurück, in der ich viele unvergessliche Eindrücke, Erlebnisse und Erinnerungen gesammelt habe. Ich bin davon überzeugt, dass Sustainable Bolivia sinnvolle und gute Arbeit leistet und kann jedem nur empfehlen, sich ebenfalls dort als Volunteer zu bewerben.

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